REZENSION: „Zero at the Bone: Eiskalt bis ins Mark“ von Jane Seville

zero at the bone

TITEL: Zero at the Bone: Eiskalt bis ins Mark
TITEL ORIGINAL: Zero at the Bone
AUTOR: Jane Seville
UEBERSETZER: Feliz Faber

HERAUSGEBER: Dreamspinner Press

COVERDESIGN: Paul Richmond
GENRE: Zeitgenössisch, Thriller
E-BOOK: Ja
PRINTAUSGABE: Nein
PREIS: 6,56€ Amazon, $5,24 Dreamspinner Press
SEITENZAHL: 560 Seiten
VEROFFENTLICHTAM: 07. Oktober 2014

 

KLAPPENTEXT: Nachdem er Augenzeuge eines Mafia-Mordes geworden ist, wird Chirurg Jack Francisco ins Zeugenschutzprogramm aufgenommen und an einen sicheren Ort gebracht, bis es Zeit für ihn sein wird, vor Gericht auszusagen. Ein Profikiller, nur als D bekannt , wird durch Erpressung dazu gezwungen, Jack aufzuspüren und zu töten. Doch ein letzter Rest von Gewissen verbietet es D, einen unschuldigen Mann zu ermorden. Stattdessen geschieht das Unwahrscheinliche: Jack und D werden zu Verbündeten und sind bald schon gemeinsam auf der Flucht vor geheimnisvollen Feinden.

Um zu überleben, müssen die beiden Männer zusammenarbeiten. Aus diesem Zwang heraus formt sich zwischen ihnen eine emotionale Bindung, die bald schon zu einer unerwarteten Leidenschaft heranreift. Jack sieht die verwundete Seele unter Ds kaltem, emotionslosem Äußeren, und D erkennt in Jack den einen Menschen, der ihm helfen kann, wieder zu dem Mann zu werden, der er einst war. Je näher sie dem Tag von Jacks Aussage vor Gericht kommen, desto klarer erkennen Jack und D, dass sie nicht nur um ihr Leben kämpfen, sondern auch um ihre Zukunft… ihre gemeinsame Zukunft

AnneDieses Buch wurde mir empfohlen und ich kann mich nur sehr, sehr, sehr herzlich dafür bedanken! Es hat mich regelrecht gefesselt und umgehauen! Das Buch hat einfach alles! Action, Humor, Spannung ohne Ende, Gefühl und jede Menge Tiefgang. Meine Herren, da kommt wirklich keiner zu kurz bei. Beide Protagonisten sind einfach nur fantastisch, man muss sie einfach mögen und sympathisch finden. Dass die Geschichte dann auch aus beiden verschiedenen Blickwinkeln geschrieben ist, lässt einen noch besser und tiefer mit ins Geschehen eintauchen. Zu sehen, wie D mit sich kämpft und hadert, nur weil er es sich nicht erlauben kann und will, seine Gefühle aus seinem „inneren Stahlschrank“ wieder herauszuholen, auch wenn es ihn mehr als alles andere danach verlangt. Aber Jack ist wie eine verbotene Frucht für ihn. Und Jack, seine manchmal naive Art ist einfach herzerweichend. Aus seiner Sicht zu sehen, wie er sich in seinen Beschützer verliebt und sich zur eigenen kleinen Aufgabe und Herausforderung macht, ihn aus seinem Schutzbunker herauszulocken, trotz aller Gefahren, die sich dahinter verbergen, einfach, ja, einfach toll. Man kann einfach nicht genug von den beiden kriegen und will einfach wissen wie es endet. Kann D seinen Jack retten und sicher ans Ziel bringen? Und schafft es Jack, an D heranzukommen und ihn ins Licht zu locken? Hätten die beiden eine Chance, vor allem, eine Chance auf eine gemeinsame Zukunft? Sobald ihr dieses Buch angefangen habt, wollt ihr es wissen, glaubt mir!!! Man lacht und man weint, man flucht und verzweifelt mit Ihnen…aber vor allem hofft man auch mit Ihnen. Das Buch ist einfach der Wahnsinn und sehr empfehlenswert! Das solltet ihr euch nicht entgehen lassen!

infinito 5e
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REZENSION: „Gameboy – Heißes Spiel“ von Chris P. Rolls

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TITEL: Gameboy – Heißes Spiel
AUTOR: Chris P. Rolls

HERAUSGEBER: Selbstverlag

COVERDESIGN: CPR
GENRE: Zeitgenössisch
E-BOOK: Ja
PRINTAUSGABE: Ja
PREIS: 1,99€ (ebook), 4,00€ (Taschenbuch)
SEITENZAHL: 64 Seiten
VEROFFENTLICHTAM: 14. Januar 2015

 

KLAPPENTEXT: „Love is a name, Sex is a game. Forget the name and play the game!“
Für Sonnyboy Sebastian ist in der schwulen Partyszene Hamburgs alles nur ein heißes Spiel. Er sieht sich als „Gameboy“, Spieler und Spielzeug zu gleichen Teilen. Jung und gut aussehend ist sein Motto: Leben, lieben, lachen, genießen.
Als zwei der schärfsten Typen des „Gaytronics“ ihn für einen Dreier haben wollen, glaubt er daher an einen besonderen Glückstag. Leider läuft die Sache dann anders als vermutet, und Sebastian sieht sich mit etwas konfrontiert, von dem er nie geglaubt hätte, sich danach zu sehnen.
Ursprünglich als Kurzstory von 2000 Wörtern in der Anthologie „Mein schwules Auge“ erschienen, ist dies eine deutlich erweiterte und komplett überarbeitete Story von über 13 tsd Wörtern

AnneChris P. Rolls‘ „Gameboy – Heißes Spiel“ ist wirklich ein heißer, kleiner Leckerbissen für zwischendurch! Rolls‘ Schreibstil gefällt mir immer wieder aufs Neue, man fühlt sich regelrecht in die Story mit integriert und ist nah am Geschehen.

So begleiten wir hier Sonnyboy Sebastian auf einer seiner „Streifzüge“ und beim Spielen. Er sieht sich selbst als Spieler oder als das Spielzeug, mehr als Sex ist nicht drin. Denkt er bis jetzt zumindest. Dass diese Nacht es in sich hat und mehr für ihn bereit hält, als er ahnt, stellt alles auf den Kopf. Aber wird er sich darauf einlassen? Wird Sebastian „ins nächste Level“ aufsteigen und seine Taktik endlich ändern? Tja, das Ende hat mich doch überrascht, ich werd’s euch aber nicht verraten!

Lasst euch nur so viel gesagt sein, es lohnt sich! Nicht nur ist der extrem heiße Einstige in diese Story total fesselnd und lässt euch atemlos nach mehr hechelnd zurück, nein, auch wie unser Sonnyboy ins Grübeln kommt ist sehr lesenswert. Man kann „Gameboy“ eigentlich nicht eher weglegen, bis man es durch hat. 5 von 5 heißen kleinen Sternchen und wirklich empfehlenswert!

 

infinito 5e

REZENSION: Tote Stricher lügen nicht: Der erste Fall von Kommissar Bahr mit Eifer

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TITEL: Tote Stricher lügen nicht: Der erste Fall von Kommissar Bahr mit Eifer
AUTOR: Marco Harnisch

HERAUSGEBER: Selbstverlag

COVERDESIGN: Marco Harnisch
GENRE: Zeitgenössisch, Gay-Mystery-Crime
E-BOOK: Ja
PRINTAUSGABE: Ja
PREIS: 3,99€ (ebook), 6,99€ (Taschenbuch)
SEITENZAHL: 130 Seiten
VEROFFENTLICHTAM: 26. August 2015

 

KLAPPENTEXT: Der selbstständige Grafikdesigner Nicolas Eifer findet im Wald die Leiche eines nackten Mannes. Dieser grausige Fund und der leitende Ermittler, Kriminalkommissar Andreas Bahr, stellen sein ruhiges und sorgenfreies Leben komplett auf den Kopf. Nicht nur, dass der kalt und unnahbar wirkende Beamte an die erste Stelle der heißesten Männer rückt, auch findet Nick sich urplötzlich selbst als Hauptverdächtiger wieder.
Warum kennt er die Namen der Opfer?
Ist er vielleicht selbst der Mörder?
Er hat schließlich weitere Fundorte und Tathergänge präzise vor Augen!
Wie soll er Andreas Bahr von seiner Unschuld überzeugen, wenn er den eigenen Erinnerungen nicht traut?
Immer tiefer geraten die beiden in den Strudel einer Mordserie, bei der ihnen schon bald bewusst wird, dass sie wohl oder übel für die Aufklärung des Falls auf einander angewiesen sind.
Kann ein dermaßen ungleiches Team einen Mörder aufspüren und zur Strecke bringen?

‚Tote Stricher lügen nicht‘ ist der Auftakt der Gay-Mystery-Crime Serie ‚Kommissar Bahr mit Eifer‘.

 

AnneNormalerweise bin ich ja nicht so der herkömmliche Krimi-Fan, aber dieses Buch war doch einfach zu verlockend und ganz und gar nicht herkömmlich. Und es hat sich total gelohnt, glaubt mir. Die Spannung ist genau richtig und das Tempo der Geschichte lässt einen nicht eher los, bis man das ganze Buch durch hat. Dass die Charaktere dann auch noch ihren Teil dazu beitragen und einen mit ihrem Charme um den kleinen Finger wickeln, tja, man hat einfach keine Chance. Da hätten wir einmal den lebensfrohen und liebenswerten Nicolas Eifer, selbstständiger Grafikdesigner seines Zeichens. Bei einem Abstecher zu einem bekannten Schwulentreffpunkt, stolpert Nick bei der Suche nach etwas Spaß über einen Toten. Was unseren nächsten Protagonisten auftauchen lässt, den leicht „mürrischen“ Kommissar Andreas Bahr. Nick ist total hin und weg von ihm und vielleicht auch ein wenig verknallt. Wer kann’s ihm verübeln. Als er dann jedoch wie magisch von der Leiche angezogen wird und sie berührt, sieht Nick eine Art Vision, wie der Tote umgebracht worden zu sein scheint. Er versteht es selbst nicht und der Kommissar sieht in ihm durch das plötzliche Wissen über den Tathergang als den möglichen Täter. Nick kommt seiner neuen Gabe nach und nach auf die Spur und damit auch dem wahren Täter. Doch kann er auch Andreas davon überzeugen und dadurch mit seiner Hilfe den weiterhin mordenden Täter stellen?

Nicht nur die Spannung der Story an sich hält einen in Atem, auch die Spannungen zwischen Nicolas und Andreas lässt einen immer weiter näher an den Kindle oder das Buch rücken. Wie die zwei sich kabbeln oder auch mal einen weiteren Millimeter näher kommen, einfach kribbelig schön, auch wenn man im Nachhinein besonders dem einen gerne einen Klaps auf den Hinterkopf geben will…oder auch zwei. Die Story ist super aufgebaut und lässt nichts zu wünschen übrig. Das Wissen, dass da noch viel, viel mehr hinter Nicks Gabe zu stecken scheint, lässt einen auch lange nachdem man das Buch ausgelesen hat noch nicht so ganz schnell wieder los. Und dass derjenige, der Nick bei der Auflösung helfen könnte, dann auch noch spurlos verschwindet, tja, man kann gespannt sein, was da noch so auf uns zukommen mag. Man will einfach wissen, wie es weitergeht, vor allem mit Nick und „seinem“ mürrischen Kommissar. Das Ende von „Tote Stricher lügen nicht“ hat mich schon freudig überrascht und grinsend zurück gelassen. Kurzum, hier haben wir einen klasse Auftakt einer Serie mit Suchpotential. Ich freue mich jetzt schon wahnsinnig auf den zweiten Teil. Greift zu, das Buch lohnt sich wirklich und ist sehr empfehlenswert!

infinito 5e

REZENSION: „OPERATION WAHNSINN“ von Nicole Henser & Sydney Stafford

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TITEL: Operation Wahnsinn
AUTOR: Nicole Henser & Sydney Stafford

HERAUSGEBER: Selbstverlag

COVERDESIGN: Creationwarrior
GENRE: Zeitgenössisch, Militärthriller
E-BOOK: Ja
PRINTAUSGABE: Nein
PREIS:  3,99€
SEITENZAHL: 185 Seiten
VEROFFENTLICHTAM: 11. Dezember 2015

 

KLAPPENTEXT:  Falk Meyenburg ist Fotograf in einer Stuttgarter Werbeagentur. Er schießt Bilder von noblen Hotelanlagen rund um den Globus, jedoch die Todesanzeige eines Ex-Freundes bringt seine Hochglanz-welt ins Wanken.  Nach der Beerdigung besucht er einen Club, um das Leben zu spüren.  Dort begegnet er dem wortkargen Soldaten Joe, der völlig deplatziert  wirkt. Bei weiteren Treffen verliebt sich Falk in den geheimnisvollen  Mann, während Joe weiterhin auf Distanz bleibt. Eine geplatzte Verabredung holt Falk in die Realität zurück und er er-fährt, dass Joe spontan in einen Auslandseinsatz musste. Dazu kommt
eine ernüchternde Nachricht: Möglicherweise sieht er ihn niemals wie-der. Noch eine einsame Beerdigung kann Falk nicht verkraften und steigt in das nächste Flugzeug nach Kabul. Dort nehmen die Ereignisse ihren Lauf …
Krieg ist grausam, doch der schwerste Kampf, den ein Mann in seinem Leben austragen muss, ist der mit sich selbst.
-Jonas Kuhn, Kommandosoldat
Die Welt ist nicht groß genug, uns zu trennen, solange du sie nicht verlässt.
-Falk Meyenburg

AnneMit „Operation Wahnsinn“ haben Nicole Henser und Sydney Stafford eine Glanzleistung aufs Parkett gezaubert, die sich sehen lassen kann! Ihr neuestes Werk als Co-Autoren tummelt sich diesmal im Genre eines Militärthrillers und lässt euch vor Spannung, Action und gelegentlichen Adrenalinschüben hier und dort nicht so schnell los oder ruhig sitzen. Natürlich bleiben aber auch die Gefühle hier nicht auf der Strecke.

Mal kurz zur Geschichte: Da hätten wir einmal Falk Meyenburg, von Beruf Fotograf. Nach dem plötzlichen Tod seines Ex-Freundes, sieht Falk sich mit seinem Leben konfrontiert und will daran etwas ändern. Dass ihm passend dazu der süße Joe Kuhn über den Weg läuft, scheint Schicksal zu sein. Er fühlt sich sofort zu dem eher geheimnisvollen Joe hingezogen, was aber auch auf Gegenseitigkeit zu beruhen scheint. Dennoch hüllt Joe sich über seine Person eher in Schweigen. Falk gibt aber nicht auf und nimmt zunächst, was er von dem heißen Soldaten kriegen kann und der auch bereit ist zu geben. Als Joe jedoch nicht zu einem verabredeten Date auftaucht, macht Falk sich Sorgen. Wie er herausfindet, zu Recht. Sein heißer Joe ist Elitesoldat beim KSK und musste kurzfristig in den Einsatz nach Afghanistan. Falk fackelt nicht lange und reist ihm nach, will er doch für den Mann da sein in den er sich verliebt zu haben scheint. Wird er rechtzeitig ankommen? Wird er seinen Joe lebend wieder sehen? Von da an nehmen die Dinge ihren Lauf, und das nicht immer zum Guten, glaubt mir!

Die ganze Geschichte baut sich langsam spannend auf und endet in einem großartigen Finale. Es ist einfach wahnsinnig romantisch mit anzusehen, wie Falk sich ohne groß darüber nachzudenken auf den Weg in ein Kriegsgebiet macht, um den Mann zu finden und für ihn da zu sein, den er erst ein paar Wochen vorher kennen und lieben gelernt hat. Dass Joe sich durch seine gesammelten negativen Erfahrungen mit seinen Liebschaften nicht für derart liebenswert erachtet, interessiert Falk nicht. Er sieht mehr in seinem Soldaten, als das Monster, als das Joe sich betrachtet, nur weil er seine Pflicht als Soldat erfüllt. Tragische und traumatische Ereignisse stellen die beiden schließlich verdammt hart auf die Probe. Und die haben es wirklich in sich! Ich kann das Knacken immer noch regelrecht hören!

Der militärische Rahmen ist sehr gut recherchiert, aber trotzdem nicht so überladen, dass man dem Geschehen vor Unverständnis oder Verwirrung nicht mehr folgen kann. Wirklich klasse gemacht! Die Umgebung im oder außerhalb des Lagers sowie das Drumherum mit dem typischen Geplänkel zwischen den Soldaten wirkt auch sehr realitätsnah und lässt nichts zu wünschen übrig. Einige Schoten sind schon echt zum Schießen! Aber man braucht schon diese Art des derben Humors, will man mit den gelegentlich auftretenden Abgasen seiner Mitbewohner oder der achtbeinigen Toilettenfrau zurechtkommen. Tja, die Wilde Hilde…

Als Fazit kann ich dieses Buch nur wärmstens weiterempfehlen! Neben den heißen Kerlchen haben wir hier auch einen Haufen Spannung und Action, genau richtig für den Adrenalinhaushalt, ein verdammt heißes und sexy Fotoshooting, das für ein wenig Herzrasen sorgt, und verdammt viel Gefühl und einen Schuss Romantik zum wieder runterkommen. Wer Sydney Staffords und Nicole Hensers Bücher jeweils für sich genommen schon mag, wird bei ihrer Mischung in „Operation Wahnsinn“ begeistert sein. Also gerne mehr davon und viel Spaß beim Lesen!

 

infinito 5e

REZENSION: „Erlösung im Feuer“ von Andrew Grey

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TITEL: Erlösung im Feuer
TITEL ORIGINAL: Redemption by fire
AUTOR: Andrew Grey
UEBERSETZER:  Anne Kimar

HERAUSGEBER: Dreamspinner Press

COVERDESIGN: Anne Cain
GENRE: Zeitgenössisch
E-BOOK: Ja
PRINTAUSGABE: Nein
PREIS:  3,75€ (Amazon), $3,99 (DSP)
SEITENZAHL: 74 Seiten
VEROFFENTLICHTAM: 01. Dezember 2015

 

KLAPPENTEXT:  Dirk Krause ist ein Mistkerl wie er im Buche steht. Er macht sich selbst das Leben zur Hölle und jeden in seiner Umgebung unglücklich. Als er während eines Brandeinsatzes verletzt wird, ist er sogar zum Krankenhauspersonal unausstehlich, und natürlich ist er niemanden aus seiner Einheit wichtig genug, um ihn zu besuchen.

Lee Stockton ist das neueste Mitglied auf der Feuerwache, das den undankbaren Job aufgebrummt bekommt, Dirk einen Blumenstrauß von den Jungs vorbeizubringen. Zu Dirks Überraschung durchschaut Lee ihn sofort und lässt sich nicht vergraulen. Lee ist fest entschlossen, Dirk zu helfen, diese Arschloch-Attitüde aufzugeben und nicht alle von sich zu stoßen. Als ihre Streitereien schließlich im Bett enden, stellt sich die Frage, ob dieses Feuerwerk über einer möglichen Beziehung erstrahlt oder am Ende nur Asche zurückbleibt.

Anne„Erlösung im Feuer“ ist der neueste heiße Leckerbissen frisch ins Deutsche übersetzt aus der Feder von Andrew Grey. Ich kenne diese Serie bereits aus dem original Englischen und kann sie wirklich nur weiter empfehlen. Nicht nur geht es hier um ein paar schnuckelige Feuerwehrmänner an sich, und mal ehrlich, das allein könnte ja schon als Grund genügen, wer kann einem sexy Feuerwehrmann schon lange widerstehen? Ähm…okay, zurück zum Buch. Wo waren wir gleich? Ach ja, Dirk Krause ist Feuerwehrmann, ein Mistkerl anderen gegenüber und ein Arschloch (pardon!) vor dem Herrn! Da wundert es einen nicht, dass, nachdem er bei einem Einsatz verletzt wurde, niemand sich um ihn kümmern zu wollen scheint. Selbst das Krankenhauspersonal muss unter seiner miesen Art leiden. Es steht sogar so schlimm, dass seine Kollegen den Neuen mit Blumen ins Krankenhaus schicken, um ihre „Pflicht“ als Team zu erfüllen. Hier kommen wir zu dem wirklich liebenswerten Riesenteddy Lee Stockton. Nur drei Sekunden im selben Raum, durchschaut er Dirk sofort. Dirk weiß selbst nicht, wie ihm geschieht, aber er hängt an Lees Haken und Lee denkt nicht mal daran, locker zu lassen und Dirk mit seiner unausstehlichen Arschloch-Attitüde durchkommen zu lassen. Sie geraten immer wieder aneinander, aber Dirk muss sich eingestehen, dass Lee recht hat und er dringend an sich arbeiten und seine Einstellung ändern muss, bevor er einsam und verlassen enden wird. Dass er sich dabei mehr und mehr in Lee zu verlieben scheint, jagt Dirk teuflische Angst ein. Was würde sein unglaublich christlicher Vater davon halten, wenn er mit einem anderen Mann zusammen wäre? Wie würden seine Kollegen reagieren, wenn sie erführen, dass er schwul ist? Werden die Funken zwischen ihnen ausreichen, um die Flamme am Lodern zu halten und die beiden eine Chance zusammen haben? Das müsst ihr einfach lesen!

Andrew Greys Charaktere sind wieder einmal gut getroffen und verdammt liebenswert. Selbst Dirk wächst einem ans Herz, wenn man ihn erst einmal näher kennt und weiß, wie er tickt. Okay, gelegentlich will man ihm einen leichten Klaps auf den Hinterkopf geben…auch ruhig mal mit etwas Härterem, aber man muss ihn einfach auf die eine oder andere Weise mögen. Und wenn man dann seinen Vater erst einmal kennen gelernt hat… Heilige Kuh, den Kerl will man mehr als nur zum Mond schießen! Auf jeden Fall merkt man sofort, woher Dirk seine liebenswerte Ader hat. Dass Lee dann aber bis zu einem gewissen Punkt so geduldig ist, ist bemerkenswert und echt romantisch in meinen Augen. Er ist wirklich ein großer, sexy Knuddelbär, der Dirk regelrecht unter die Haut geht. Allein, dass er das fertig bringt, zeigt, wie hervorragend Andrew Grey mit seinen Charakteren und deren Geschichten, jeder für sich gesehen oder auch gemeinsam, den Leser fesseln kann. Man will einfach, dass die beiden glücklich werden und Dirk den Mut aufbringt, endlich er selbst zu sein und sich nicht mehr hinter einer mürrischen Fassade zu verstecken. Aber manchmal braucht es halt diesen Moment im Leben, der einem vor Augen führt, was man alles verliert, wenn der andere nicht mehr da ist…

Wer Andrew Greys Bücher kennt, weiß auch, dass er nicht so einfach mit einem losen Ende im Regen stehen gelassen wird. Also los, gesellt euch zu diesen heißen Kerlen, ihr werdet es mit Sicherheit nicht bereuen!

infinito 5e