REZENSION: „Sag mir, dass es wahr ist“ von TJ Klune

 

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TITEL: Sag mir, dass es wahr ist
TITEL ORIGINAL: Tell me it’s real
AUTOR: TJ Klune
UEBERSETZER: Anna Doe

HERAUSGEBER: Dreamspinner Press

COVERDESIGN: Reese Dante
GENRE: Zeitgenössisch
E-BOOK: Ja
PRINTAUSGABE: Nein
PREIS:  5,90€ (Amazon), $6.99 (Dreamspinner Press)
SEITENZAHL: 477 Seiten
VEROFFENTLICHTAM: 20. Januar 2015

 

KLAPPENTEXT: Glaubt ihr an Liebe auf den ersten Blick?
Paul Auster jedenfalls glaubt nicht daran. Er glaubt überhaupt nicht viel. Er ist dreißig Jahre alt, hat leichtes Übergewicht, und seine bemerkenswertesten Eigenschaften sind sein bissiger Humor und die bildhaften Zitate, mit denen er das Leben um ihn herum kommentiert. Seine besten Freunde sind ein zweibeiniger Hund namens Wheels und eine halbschizophrene Dragqueen namens Helena Handbasket. Er hat einen Bürojob ohne Aufstiegschancen, und wenn der homophobe Papagei seiner Großmutter ihn noch ein einziges Mal beleidigt, dreht er dem Biest den Hals um.
Dann betritt Vince Taylor die Szene.
Vince ist alles das, was Paul nicht ist: Sexy, selbstbewusst, und dümmer als das sprichwörtliche Bohnenstroh. Aus unerfindlichen Gründen ist Vince hinter Paul her. Wahrscheinlich will er ihn nur vorführen, denn dass ein Mann wie Vince tatsächlich an jemandem wie Paul interessiert ist, glaubt doch kein Mensch.
Aber als Paul Vince mit dem Auto anfährt – vollkommen unbeabsichtigt, mehr als fahrlässiger Totschlag wäre es nicht gewesen – lernt er, Vince in einem neuen Licht zu sehen. Nichts kann ihn davon abhalten, an Vince zu glauben. Nichts, außer ihm selbst. Und das ist ein nahezu unüberwindliches Hindernis für Paul. Dann wird Vince’ Familie von einem Schicksalsschlag getroffen. Paul muss seine vorgefasste Meinung über sich selbst aufgeben und über seinen eigenen Schatten springen, um an der Seite des Mannes zu stehen, der ihn für perfekt hält, so wie er ist.

Anne

Ein Buch von TJ Klune ist mittlerweile zu einem must-have bei mir geworden. Ich kann einfach nicht widerstehen, denn ich weiß genau, dass das neue Buch genauso umwerfend fantastisch sein wird, wenn nicht sogar besser, als die bisherigen. Man wird wirklich nie enttäuscht.

Die Ich-Perspektive und der wieder eindeutig einzigartige Schreibstil vom Autor sind sagenhaft und man hat dadurch noch mehr Spaß am Lesen. Man fühlt sich gleich als Teil dieser verrückten, aber liebenswerten Familie der Protagonisten und kann von diesen verdammt genialen Wortgefechten, die sie austragen, gar nicht genug bekommen. Teilweise kam ich aus dem Lachen gar nicht mehr raus.

Aber nun zur Geschichte, denn eines lernt man hier auch ganz schnell: leg dich niemals, unter gar keinen Umständen mit einer Queen an! Helena ist zum einen respekteinflößend (na gut, sie jagt einem schon gelegentlich auch Angst ein!), aber gleichzeitig auch jemand, den man superdringend zu seinen besten Freunden zählen möchte. Ich liebe sie einfach! Als Helena/Sandy ist sie/er, der beste Freund vom süß-schusseligen Paul. Paul ist goldig und wenn man erst einmal weiß, wie bei ihm das Oberstübchen tickt, dann mag man ihn gleich noch mehr. Als sich dann aber der wahrscheinlich heißeste Kerl überhaupt in ihn verguckt und sich für ihn interessiert, kann er das nicht glauben. Denn niemand verguckt sich in jemanden wie Paul. Tja, bis auf den süßen Vince. Und der ist wirklich eine Augenweide und ein Leckerbissen, und dazu total verknallt in Paul. Paul ist schon immer unsicher und extrem schüchtern, daher glaubt er Vince nicht mit seinen Absichten, anfangs zumindest. Freddie-Prince-Junioring, ich muss immer noch grinsen und leise lachen. Man merkt schnell, dass der liebe Paul sich so ziemlich selbst im Weg steht. Aber mit einer Familie wie Pauls an seiner Seite als Unterstützung, sprich: eine Drag Queen a.k.a. bester Freund, ein zweibeiniger Hund, ein paar übereifriger Eltern samt Großmutter und ein homophober Papagei. Was kann da schon schief gehen?

Das Buch ist einfach nur klasse und wundervoll. Wie Vince sich so hartnäckig um Paul bemüht und ihn damit auch aus seinem Schneckenhaus lockt, man kann nicht aufhören zu lesen. Und auch wie Paul immer selbstsicherer und mutiger wird, sobald ihm seine wahren Gefühle klar werden. Sie mögen einander so wie sie sind, ohne wenn und aber. Das Vertrauen, das sie sich unterbewusst schon langsam halbwegs schenken, bis…es ist total romantisch. Man will einfach, dass es mit den beiden klappt. Typisch zu den humoristischen Slapstickeinlagen, den doppeldeutigen Wortduellen und den süßen romantischen aww-Momenten, geht es auch hier um tiefgründigere Gefühle, also habt auch ein paar Taschentücher mit dabei.

Es ist damit die perfekte Mischung und halt ein weiterer typischer Klune. Ich kann es nur wärmstens empfehlen.

infinito 5e
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2 Gedanken zu “REZENSION: „Sag mir, dass es wahr ist“ von TJ Klune

  1. el ma 8 März 2016 / 10:30

    Ich kann Deine Rezi nur 1:1 unterschreiben 🙂 und merke gerade, dass ich diesem wunderbaren Buch auch noch ein Review schuldig bin.

    Gefällt mir

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