REZENSION: „Der süße Kuss des Todes“ von Dahlia von Dohlenburg

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TITEL: Der süße Kuss des Todes
AUTOR: Dahlia von Dohlenburg

HERAUSGEBER: Selbstverlag

GENRE: Zeitgenössisch, Mystery-Crime
E-BOOK: Ja
PRINTAUSGABE: Nein
PREIS: 1,99€
SEITENZAHL: 99 Seiten
VEROFFENTLICHTAM: 18. Juli 2015

 

KLAPPENTEXT: Als Raphaels beste Freundin Emma ermordet wird, bricht für ihn die Welt zusammen. Er war der einzige Zeuge, aber da er blind ist, ist er für die Polizei nutzlos. Doch um ihren Mörder zu schnappen, würde er alles tun.
Selbst seine Seele verkaufen.

Ich bin ein Schnitter, ein Diener des Todes. Als ich Raphael begegne, bin ich sofort von ihm fasziniert. Denn im Gegensatz zu anderen Menschen kann Raphael mich wahrnehmen. Aus Neugier lasse ich mich auf einen Pakt mit ihm ein: meine Hilfe bei der Suche nach Emmas Mörder im Austausch für Raphaels Seele.
Doch was als einfache Zerstreuung beginnt, wandelt sich mit der Zeit zu etwas, was meine Existenz bedroht: Liebe.

 

AnneAlso das war mal was anderes. Jeder hat so seine eigene Meinung dazu, aber der Tod, Todesengel, oder wie hier, der Schnitter und Sammler der Seelen verstorbener, fasziniert doch nahezu fast jeden auf bestimmte Weise. Dass er dann hier sogar von einem verzweifelten Menschen um Hilfe gebeten wird und einen Pakt mit diesem eingeht, weckt dann schon die Neugier auf mehr.

Aufgeteilt sind die Kapitel in die abwechselnde Sicht und Erzählweisen zwischen dem Schnitter, Niemand, und dem blinden Raphael. Was wirklich gelungen ist und ich klasse finde, denn so kommen die Gegensätze der beiden so richtig zur Geltung. Je weiter man liest, desto mehr fällt auf, wie Niemand mit seiner Gefühlskälte hadert und in Wanken gerät. Sollte er als Schnitter doch innerlich leer und ohne Gefühle sein, nicht in der Lage, etwas zu empfinden. Dennoch geht Raphael ihm unter die Haut und scheint etwas in Niemand zu berühren, was er nicht für möglich gehalten hätte.

Der Kriminalfall im Hintergrund ist spannend erzählt, obwohl das Hauptaugenmerk wohl doch auf Raphael und seinem dunklen Engel ruht. Wie sich das Band zwischen den beiden mehr und stärker ineinander zu verknüpfen scheint, ist schön mit anzusehen. Aber ob Niemand sich seiner erwachenden Gefühle bewusst wird, was seinen kleinen Schützling angeht, ob Raphael seinen dunklen Engel von seinen wachsenden Gefühlen für ihn überzeugen kann und ob sie den wahren Mörder finden, findet es selbst raus.

„Der süße Kuss des Todes“ war für eine schöne Abwechslung gut und liest sich flüssig und spannend. Man will einfach wissen, wie die Geschichte ausgeht, obwohl einige es am Anfang bereits ahnen werden, wer der Täter ist. Es ist aber trotzdem für ein Leseabenteuer voller Gefühl und Spannung empfehlenswert.

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REZENSION: „Der Ring des Mörders: Der zweite Fall von Kommissar Bahr mit Eifer“ von Marco Harnisch

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TITEL: Der Ring des Mörders: Der zweite Fall von Kommissar Bahr mit Eifer
AUTOR: Marco Harnisch

HERAUSGEBER: Selbstverlag

COVERDESIGN: Marco Harnisch
GENRE: Zeitgenössisch, Gay-Mystery-Crime
E-BOOK: Ja
PRINTAUSGABE: Ja
PREIS: 3,99€ (ebook), 6,99€ (Taschenbuch)
SEITENZAHL: 115 Seiten
VEROFFENTLICHTAM: 20. November 2015
KLAPPENTEXT: Bevor Onkel Berti spurlos verschwindet, berichtet er Nick von zwei weiteren Stufen der mysteriösen Gabe. Doch was verbirgt sich dahinter? Kann Nick sie nutzen, um einen weiteren Mord zu verhindern?
Während sich das ermittelnde Team um eine blutige Verbrechensserie in Gay-Saunas kümmert, versucht Nick, Antworten zu finden. Die Zeit drängt! Er weiß, den nächsten Mord wird der Mann begehen, den er liebt: Andreas Bahr.

Im zweiten Teil der Gay-Mystery-Crime Reihe „Kommissar Bahr mit Eifer“ geht es spannend, rasant und mit überraschenden Wendungen weiter. Dabei kommen Erotik und Gefühle natürlich nicht zu kurz.

AnneDer von mir langersehnte zweite Band der „Bahr mit Eifer“-Serie übertrifft sogar noch seinen Vorgänger! Nick arbeitet jetzt sozusagen mit Andreas zusammen, und mit dessen neuem Partner, dem heißen Patrick. Auch wenn Nick nur als Phantomzeichner aushilft und als Grafiker und Designer die Werbung für die Polizei ein wenig aufpoliert, holt Andreas sich doch immer mal wieder einen Tipp bei ihm für seinen neuesten Fall. Ein Serienmörder bringt Männer in Schwulensaunas um. Da Andreas, und jetzt auch Patrick, die einzigen sind, die von seiner Gabe wissen, müssen sie behutsam vorgehen, wenn sie über Nicks Visionen mehr von dem Täter herausfinden wollen.

Währenddessen trifft sich Nick mit seinem Onkel und erfährt mehr über seine Gabe und was dabei noch auf ihn zukommt. Dass er deshalb aber auch in Gefahr schwebt und sich vorsehen muss, ist ihm neu. Er glaubt es aber sofort, als sein Onkel vor seinen Augen verschwindet…

Er bittet natürlich Andreas um Hilfe, der die Sache auch erst einmal verdauen muss, ihm aber seine Hilfe zusichert. Dass er da seine neueste Steigerung seiner Gabe, auch zukünftige Morde sehen zu können, noch verschweigt, ist da verständlich. Wie soll er bitte dem Mann verraten, den er liebt, dass dieser bald selbst einen Mord begehen wird?

Geheimnisse, Geheimnisse, und nur langsam lösen sie sich auf. Da der Autor aber stets für genug Spannung und Abwechslung sorgt, wird es nie langweilig, glaubt mir. Der Humor und die Sprüche sind der Hammer und wie sich die Freundschaft zwischen Nick und Andreas entwickelt ist sagenhaft. Was mir persönlich auch am besten am zweiten Band gefällt, ist, dass man mehr über Andreas herausfindet und besser versteht, wie er tickt. Wenn er jetzt nur noch den Mut aufbringen würde, sich einzugestehen, was er wirklich will… Das bleibt wohl abzuwarten und darauf freue ich mich schon sehr. Diese Serie ist wirklich eine Suchtgefahr, auf die man sich gerne einlässt. Wer nicht genug vom süßen Nick und dem mürrischen, sexy Kommissar bekommen konnte, hier haben wir die zweite Dosis. Viel Spaß mit den beiden!

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