REZENSION: „Mission Maulwurf“ von Nicole Henser & Sydney Stafford

 

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TITEL: Mission Maulwurf
AUTOR: Nicole Henser & Sydney Stafford

HERAUSGEBER: Selbstverlag

COVERDESIGN: Creationwarrior
GENRE: Zeitgenössisch, Militärthriller
E-BOOK: Ja
PRINTAUSGABE: Nein
PREIS: 3,99€
SEITENZAHL: 132 Seiten
VEROFFENTLICHTAM: 17. Februar 2016

 

KLAPPENTEXT: Cornelius Seyfarth arbeitet undercover für den BND. Seit einem Jahr hält er
sich bei dem Boss eines Drogenkartells im Kosovo auf, wobei jeden Moment
seine Tarnung auffliegen kann. Borislav hat einen Haufen skurriler Gestalten
um sich geschart, doch jeder von ihnen könnte ebenfalls ein verdeckter Er-
mittler der Gegenseite sein. Sie warten auf einen großen Deal, dabei versüßt
sich Seyfarth die Zeit mit Kokain und eindeutigen Fantasien über Mula,
Borislavs Flittchen. Der hübsche junge Mann passt mit seinem südländi-
schen Aussehen und den eisblauen Augen nicht in diese Einöde, er sticht
aus der Freakshow hervor. In Seyfarths Armen wäre er viel besser aufgehoben.
Doch schon bald beschäftigen ihn andere Dinge: Jemand tötet seine Kollegen,
es hat bereits drei Bundesagenten bei der Arbeit an diesem Auftrag erwischt.
Seyfarths eigenes Leben hängt an einem seidenen Faden, und er muss eine
Entscheidung treffen, die seinen Hals retten, aber die Mission gefährden könnte …

Trauer und Rache sind machtvolle Gefährten, aber sie dulden nichts anderes
neben sich.
-Mula/Jake Reza

Liebe ist auch eine Form der Terrorismusbekämpfung.
-Cornelius Seyfarth

 

Anne

Aller guten Dinge sind drei, so sagt man ja. Und mit „Mission Maulwurf“ hat das Duo Henser & Stafford den Vogel abgeschossen! Vollkommen anders, als seine beiden Vorgänger aus dieser Reihe, hat mich der süße aber dennoch verdammt hartgesottene Maulwurf mehr als einmal nach Luft schnappen lassen und zum leisen Wimmern gebracht. Und fragt mich bloß nicht nach meinen  Fingernägeln! Die beiden haben mal wieder bewiesen, dass sie noch einen Gang zulegen können und auch nicht vor den noch düsteren, dunkleren und sadistischeren Abgründen eines Menschen zurückschrecken, die man sich selber lieber gar nicht ausmalen mag. Das schockierende daran, was mir auch noch immer einen Gänsehaut beschert, ist, dass es solche „Menschen“ wirklich da draußen gibt. Der arme Mula…

Nichts desto trotz ist dieses Buch einfach der Hammer. Die Fakten und Hintergründe sind wie immer gut recherchiert und im passenden Rahmen sehr gut umgesetzt. Die Story ist packend und fesselnd geschrieben, so dass man nicht eher aufhören kann zu lesen, bis man plötzlich auf der letzten Seite angekommen ist. Ich hab’s in einem Rutsch durchgelesen, ich konnte einfach nicht anders. Cornelius Seyfarth und Mula/Jake sind einfach klasse. Anfangs beäugt man die beiden eher noch skeptisch, genau wie die beiden den jeweils anderen. Aber genau wie Mula und Seyfarth gegenseitig, kann man ihnen nicht lange widerstehen. Die beiden kämpfen nicht nur sprichwörtlich um ihr Leben auf dieser Mission, nein, es geht auch um ihre Zukunft und der Einsatz dafür ist verdammt hoch. Die Umsetzung dieses Zwiespalts und des Kampfes mit den eigenen Gefühlen, sei es nur Cornelius oder Jake für sich, ist sehr gut gelungen. So intensiv, dass ich des Öfteren selbst schwer schlucken musste, vor allem als Mula zurück in die Höhle des Löwen geschickt wurde. Mir war mindestens genauso schlecht wie Seyfarth!

Aber nicht alles ist so düster, der (manchmal sehr, sehr, sehr) schwarze Humor lockert alles etwas auf. Gelegentlich musste ich einfach laut loslachen, denn es ist die perfekte Mischung. Jake und Cornelius zusammen scheinen unschlagbar, die Chemie stimmt und die Dynamik ist unbeschreiblich. Das wird wohl nie langweilig werden! Und diese kleinen stets aufkeimenden Funken der Hoffnung lassen schließlich auch auf ein Happy End hoffen…

Diese Achterbahnfahrt der Gefühle, auf die Henser & Stafford und immer wieder schicken; zum Teil verflucht man sie dafür, im Endeffekt ist man aber süchtig danach und will mehr davon. Hier haben wir also wieder ein Meisterwerk, das ich mehr als nur empfehlen kann!

 

infinito 5e
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